Museum Schloss Herzberg



Das Welfenschloss in Herzberg stammt in der heutigen Gestalt aus dem 16. Jh. Nach dem ein Brand im Jahr 1510 den Vorgängerbau komplett zerstört hatte, wurde es als vierflügeliger Renaissancebau neu errichtet. In diesem für Niedersachsen kulturhistorisch herausragenden Fachwerkbau ist seit 1985 im Stammhausflügel das Museum der Stadt Herzberg am Harz untergebracht.



Schloss Herzberg gilt als Wiege des Hannoveranischen und Englischen Königshauses im 18. Jahrhundert, daher wird der Dynastie in ihren regionalen, europäischen und kulturellen Dimensionen ein Schwerpunkt in der Dauerausstellung gewidmet. Das Museum zeigt in drei Abteilungen Exponate und didaktische Stationen zur Schloss- und Herrschaftsgeschichte, zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt, zum historischen Alltag der Einwohner, zur Entwicklung der die Region prägenden Handwerke (u.a. Formen der Metallverarbeitung von der Gewehrproduktion bis zum Orgelbau) und schlägt einen Bogen von den naturräumlichen Voraussetzungen, über die Forstwirtschaft zur Alltagskultur der Menschen am Südharz. Zu den besonderen Schätzen der Stadtgeschichte zählen einzigartige Stücke aus der Herzberger Gewehrmanufaktur, aus dem Orgelbau der Familie Engelhardt im 19. Jh. sowie sehenswerte Gegenstände der Alltagskultur im Forst- und Montanbereich. Stationen zur Ortsgeschichte der Herzberger Ortsteile, zum Scharzfelder Münzfund und Portraits der Welfen im Rittersaal, der durch die Stadt als Kulturzentrum genutzt wird, runden das Bild ab.


Adresse:


Museum Schloss Herzberg

Schloss 2
37412 Herzberg am Harz
Telefon: (+49)5521 4799
mail@museum-schloss-herzberg.de
www.herzberg.de
Museumsinformationen des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.
www.mvnb.de/museumssuche/
detail/museum/museum-schloss-herzberg-am-harz/




Digitale Sammlungen


Sammlung Museum Schloss Herzberg
Die Sammlungsobjekte des Museums schlagen einen Bogen von der Geschichte des Schlosses, über herausragende Gestalten der Welfendynastie, die mit dem Ort verbunden waren, über die Geschichte und aktuelle Situation des Naturraumes am Harz bis zur Ortsgeschichte und der Handwerke, die diesen prägten. Von besonderer Bedeutung sind die Objekte mit Bezug zur Herzberger Gewehrmanufaktur, die zunächst als staatliche Manufaktur und dann als gewerbliche Gewehrfabrik mit bis zu 26 Produktionsstätten die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes im 19. Jahrhundert prägte und zu einem Zuzug von Fachkräften aus Thüringen und Belgien führte. Kenntnisse in Holz- und Metallverarbeitung waren die Voraussetzung für den Erfolg der Orgelwerkstätten der Familie Engelhardt. Seit 1829 produzierten Johann Andreas Engelhardt und sein Sohn Gustav Karl bis zu 100 in der Region dokumentierte Musikinstrumente mit barock-romantischen Stimmungen. Objekte und Gemälde rund um das Forstwesen zeigen, wie prägend Holzwirtschaft und Erzbergbau sowie -verhüttung aber auch die Jagd als soziales Ereignis für die Region waren.

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